Unabhängige Herstellerreferenz

Rockwell AutomationAllen-Bradley: Produktfamilien und Fehlercodes

Ein Überblick über ControlLogix 5580, CompactLogix 5380 und PowerFlex 750-Series. Die fünf Antriebsereignisse gelten für den dokumentierten Host-Drive-Kontext ohne Integrated Motion.

Zuletzt redaktionell bearbeitet:

Rockwell Automation / Allen-Bradley auf einen Blick

Hersteller
Rockwell Automation (Marke: Allen-Bradley)
Relevante Bereiche
Industrielle Steuerungen, I/O-, Kommunikations-, Motion- und AC-Antriebssysteme
Ausgewählte Produktfamilien
ControlLogix 5580, CompactLogix 5380, PowerFlex 750-Series
Diagnosewege
Logix-Steuerungen verwenden Controller-, Modul- und Studio-5000-Diagnosen; PowerFlex-Antriebe verwenden Ereignisnummern, Port- und Gerätebezug.

Ausgewählte Rockwell Automation / Allen-Bradley-Produktfamilien

ControlLogix 5580

Rolle
Modulare Steuerungsplattform
Typischer Einsatz
Modulare Maschinen- und Anlagensteuerung mit I/O, EtherNet/IP und optionalen Motion- oder Safety-Funktionen.
Diagnosekennungen
Controlleranzeige, Status-LEDs, Moduldiagnose und Studio-5000-Projektkontext.
Wichtig
Controller-, Modul-, Netzwerk- und Anwendungsfehler sind getrennte Diagnosebereiche.

CompactLogix 5380

Rolle
Kompakte Steuerungsplattform
Typischer Einsatz
Maschinen und kompaktere verteilte Steuerungssysteme.
Diagnosekennungen
Controller- und Moduldiagnose in Studio 5000 sowie Status der Compact-5000-I/O.
Wichtig
Gemeinsame Logix-Grundlagen bedeuten keine einheitliche Fehlercodeliste für alle Geräte.

PowerFlex 750-Series

Rolle
AC-Antriebsfamilie
Typischer Einsatz
Drehzahlregelung von AC-Motoren in Maschinen- und Prozessanwendungen.
Diagnosekennungen
Ereignisnummer und -text, Geräteport, Ereignisspeicher, Parameter und Betriebsart.
Wichtig
Die fünf genannten Ereignisse stammen aus dem Host-Drive-Abschnitt für Anwendungen ohne Integrated Motion.

Diagnosen bei Rockwell Automation / Allen-Bradley einordnen

Eine Kennung erhält ihre Bedeutung erst im Zusammenhang mit dem genauen Gerät und der vollständigen Meldung. Die Dokumentation muss zur eingebauten Ausführung und Softwareversion passen.

  1. 01Gerät identifizieren

    Welche Angaben zählen? Produkt, Typbezeichnung, Hardware, Optionen und Firmware.

    Warum? Meldungen unterscheiden sich je nach Ausführung und Version.

  2. 02Kennung vollständig erfassen

    Welche Angaben zählen? Code, Meldungstext, Zusatzwert, Zeitstempel und Betriebszustand.

    Warum? Die Kurzkennung allein lässt wichtige Zusammenhänge offen.

  3. 03Quelle zuordnen

    Welche Angaben zählen? Steuerung, Baugruppe, Anweisung, Antrieb oder Anwendung.

    Warum? Ähnliche Codes können aus unterschiedlichen Diagnosesystemen stammen.

  4. 04Details lesen

    Welche Angaben zählen? Geräteanzeige, Diagnosepuffer, Ereignisprotokoll und Engineering-Software.

    Warum? Die Ereignisfolge und die betroffene Komponente werden sichtbar.

  5. 05Handbuch abgleichen

    Welche Angaben zählen? Dokumentation der Gerätefamilie, Firmware und Konfiguration.

    Warum? So wird eine Meldung nicht nach dem Handbuch eines anderen Produkts gedeutet.

ControlLogix 5580Controlleranzeige · Modulstatus · Studio 5000
CompactLogix 5380Controller- und I/O-Diagnose · Studio 5000
PowerFlex 750-SeriesEreignisnummer · Port · HIM · Parameter · Ereignisspeicher

PowerFlex 750-Series: Antriebsereignisse

Fünf im Programmierhandbuch 750-PM001Q-EN-P beschriebene Host-Drive-Ereignisse der PowerFlex 750-Series. Der zitierte Abschnitt gilt für Anwendungen ohne Integrated Motion.

Event 4 · Unterspannung

Event 4Unterspannung

Dokumentierte Bedeutung: Die Zwischenkreisspannung P11 liegt unter dem mit P461 festgelegten Unterspannungswert.

Geltungsbereich: Gilt für den Host Drive der PowerFlex 750-Series bei Anwendungen ohne Integrated Motion.

Originalquelle des Herstellers ↗
Event 5 · Überspannung

Event 5Überspannung

Dokumentierte Bedeutung: Die Zwischenkreisspannung hat den zulässigen Höchstwert überschritten.

Geltungsbereich: Gilt für den Host Drive der PowerFlex 750-Series bei Anwendungen ohne Integrated Motion.

Originalquelle des Herstellers ↗
Event 7 · Motorüberlast

Event 7Motorüberlast

Dokumentierte Bedeutung: Die elektronische Motorüberlastfunktion des Antriebs hat ausgelöst.

Geltungsbereich: Gilt für den Host Drive der PowerFlex 750-Series bei Anwendungen ohne Integrated Motion.

Originalquelle des Herstellers ↗
Event 12 · Hardware-Überstrom

Event 12Hardware-Überstrom

Dokumentierte Bedeutung: Der Ausgangsstrom überschreitet die Hardwaregrenze des Antriebs.

Geltungsbereich: Gilt für den Host Drive der PowerFlex 750-Series bei Anwendungen ohne Integrated Motion.

Originalquelle des Herstellers ↗
Event 13 · Erdschluss

Event 13Erdschluss

Dokumentierte Bedeutung: Der Strompfad gegen Erde überschreitet laut Handbuch 25 Prozent des Nennstroms des Antriebs.

Geltungsbereich: Gilt für den Host Drive der PowerFlex 750-Series bei Anwendungen ohne Integrated Motion.

Originalquelle des Herstellers ↗

Häufige Fragen zu Rockwell Automation / Allen-Bradley

Wie hängen Rockwell Automation und Allen-Bradley zusammen?

Allen-Bradley ist eine Marke von Rockwell Automation für industrielle Automatisierungsprodukte.

Nutzen ControlLogix und CompactLogix eine gemeinsame Fehlercodeliste?

Nein. Diagnosebedeutungen hängen von Controller, Modul, Firmware, Instruktion und Projekt ab.

Gelten diese Ereignisse für Integrated Motion?

Nein. Der verwendete Handbuchabschnitt gilt für Nicht-Integrated-Motion-Anwendungen.

Was bedeutet Event 12 bei der PowerFlex 750-Series?

Der Ausgangsstrom überschreitet die Hardwaregrenze des Antriebs. Gilt für den Host Drive der PowerFlex 750-Series bei Anwendungen ohne Integrated Motion.

Was bedeutet Event 13 bei der PowerFlex 750-Series?

Der Strompfad gegen Erde überschreitet laut Handbuch 25 Prozent des Nennstroms des Antriebs. Gilt für den Host Drive der PowerFlex 750-Series bei Anwendungen ohne Integrated Motion.

Herstellerquellen